Land an der Seidenstraße

USBEKISTAN

Studienreise

Usbekistan, das Land des "Weißen Goldes" (Baumwolle) bietet eine außerordentliche Fülle an kulturhistorischen und architektonischen Attraktionen. Alexander der Große war der erste Europäer, der über die Kulturzentren Mittelasiens berichtete. Ihm folgten Hunnen, Mongolen, Türken, Chinesen, Araber und Russen in den Raum östlich des Kaspischen Meeres. Häufig brachten sie Krieg und Zerstörung, oft aber auch neue kulturelle und wirtschaftliche Impulse und Ideen. Mit den Arabern kam der Islam in diese Region, welcher fortan die kulturelle Entwicklung des ganzen Raumes bestimmte. Auf dem Höhepunkt des mittelalterlichen Ost-West-Handels entlang der Seidenstraße standen die berühmten Oasenstädte Chiwa, Buchara und Samarkand in voller Blüte, deren faszinierende Schönheit heute noch beeindruckt.

Akzente

  • Die bedeutendsten Glanzlichter Usbekistans
  • Konzert mit Abendessen in einer Karawanserei
  • Drei traditionelle Abendessen bei einheimischen Familien
  • Stimmungsvolles Abendessen im Sommerpalast des Emirs von Choresm
  • Begegnung mit einem Vertreter der christlichen Gemeinden

Reiseverlauf

1. Tag: Aufbruch und Ankommen
Linienflug nach Taschkent, der kulturelle und wirtschaftliche Mittelpunkt des modernen Usbekistan: Hotelbezug für eine Nacht.

2. Tag: Hauptstadt Usbekistans
Über 2.000 Jahre Geschichte schreibt die ehemals von Kangiuy Khoresm gegründete Stadt Taschkent mit dem antiken Namen Sash. Orientierende Stadtrundfahrt mit Besichtigung der Barak-Chan-Medrese aus dem 16. Jh., des Kaffal-Shashi-Mausoleums aus dem 15. Jh. und der berühmten Navoi-Oper (außen) mit dem Theaterplatz. Überlandfahrt nach Samarkand, "das schönste Antlitz, das die Erde der Sonne je zugewandt hat". Hotelbezug für drei Nächte. (ca. 310 km)

3. Tag: Märchen aus 1001 Nacht
Samarkand ist die Heimstätte der Märchen aus 1001 Nacht, Umschlagplatz für Waren aller Art, aber auch Mittlerin von Technologien, Gedankengut, Religionen und Kunststilen. Timur Khan, ein Nachkomme Dschingis Khans, baute die Stadt auf und machte sie zum Zentrum seines Weltreiches. Von seinen Eroberungszügen brachte er Handwerker, Architekten und Künstler mit. Mit einer Geschwindigkeit, wie es nur in einer Despotie möglich ist, entstanden Bauwerke von nie gesehener Größe und Komplexität. Wir besuchen den Registan-Platz, die Ulugh-Begh-Medrese (15. Jh.) mit kostbaren Fayancen von ausgesuchter Schönheit, die Shirdar-Medrese (17. Jh.) , die Tella-Kari Medrese ("die Goldgeschmückte", 17. Jh.), die Bibi-Chanum-Moschee, einzige Moschee Usbekistans, die nach einer Frau benannt wurde, und das Gur-Emir-Mausoleum. Danach Besuch der kath. Kirche und Zeit für einen Bummel über den riesigen Basar. Abendessen bei einer tadschikischen Familie.

4. Tag: Perle der Seidenstraße
Weitere Besichtigungen in Samarkand: Komplex des Shahi-Sinda mit prachtvollen Grabmälern aus der Zeit des 11. – 15. Jhs.; Alexejer Dom; Kirche St. Georg; Museum mit den Resten der Wandmalereien "Meisterwerke der sogdischen Kunst"; Mausoleum des heiligen Daniel (Danijar), Prophet dreier Religionen: Christentum, Judentum und Islam; Sternwarte des Ulugh Begh mit Resten eines gewaltigen Sextanten aus dem 15. Jh. Am Abend Konzert in einer Karawanserei mit Abendessen.

5. Tag: Die Grüne Stadt
Fahrt nach Schachrisabz, die Geburtsstadt Timurs. Besichtigungen in der "Grünen Stadt": Ak-Saray-Ensemble ("Weißes Schloss"); Jakhangir-Mausoleum aus dem 14. und 15. Jh.; Hof der Freitagsmoschee (Chazrati-Imam). Schließlich geht's in die Oasenstadt Buchara: Hotelbezug für drei Nächte. (ca. 350 km)

6. Tag: Die Edle mit dem „Leuchtturm"
Buchara, "die Edle", gehörte wie Samarkand und Chiwa zum Städtebund "Städte des goldenen Ringes": Das Kalan-Minarett ist das Wahrzeichen der Stadt. Wir sehen die Medresen Mire-Arab und Ulugh-Begh, wo seit 400 Jahren Koranschüler unterrichtet werden; aber auch die Divan-Begi-Medrese, die Synagoge und den Basar. Abendessen in einem Familienrestaurant.

7. Tag: Kleinodien islamischer Baukunst
Ausflug in die Umgebung von Buchara mit Besichtigung der Moschee Chor Minor, der Anlage Sitora Mokhi Khosa, des Samanidenmausoleums (10. Jh.) und der Grabstätte des Bahauddin Naqshbandi. Vorführung nationaler Trachten im Hause von Faisulla Chodshaev. Abendessen bei einer Familie.

8. Tag: Durch die Wüste Kisilkum
Fahrt in die Oase Chiwa. Entlang des Amu Darya, dem Oxus der Griechen, führt die Straße durch die Wüste Kisilkum ("roter Sand"). Unterwegs Picknick-Mittagessen. Hotelbezug für zwei Nächte. Möglichkeit eines ersten Erkundungsgangs in der Altstadt Chiwas. (ca. 450 km)

9. Tag: Kleinste unter den Großartigen
Einem einzigartigen Freilichtmuseum gleich wurde Chiwa von der UNESCO als Weltkulturerbe unter deren Schutz gestellt. Weit über 50 Baudenkmäler laden zur Besichtigung ein. Fast 1.500 Jahre orientalische Kultur, versteckt und märchenhaft in den verwinkelten Gassen, lassen den einstigen Glanz und die Legenden dieser Stadt spüren: Medrese Muchamed-Amin-Chan, Minarett Kalta-Minor, Kunja-Ark-Palast, Firuz-Medrese mit Museum, Pachlavon-Machmud-Mausoleum, Islam-Chodsha-Minarett und Islam-Chodsha-Medrese, Palast Tasch-Chauli. Abendessen im ehemaligen Sommerpalast des letzten Emirs von Choresm.

10. Tag: Rückkehr in die Gegenwart
Fahrt zum Flughafen von Urgentsch: Flug nach Taschkent, Usbekistans moderne Hauptstadt: Hotelbezug für eine Nacht; Besuch der Medrese Kukaldash und auf dem Basar mit einer Fülle von köstlichem Obst, Gemüse und Spezereien; Besuch der evangelisch-lutherischen Gemeinde. Bei einem Abschiedsessen in einem gemütlichen Restaurant genießen Sie nochmals die wunderbare und vielfältige Küche Usbekistans. (ca. 45 km)

11. Tag: Abschied und Heimreise
Transfer zum Flughafen Taschkent und Rückflug nach Deutschland.