Polen: Unser Nachbar und seine Kunstschätze

POLEN

Studienreise

Unser östlicher Nachbar - so nah und doch für die meisten Deutschen immer noch ein weitgehend unbekanntes Land - ist eine kulturell außerordentlich reiche Nation. Im 10. Jahrhundert hielt das Christentum Einzug in den polnischen Raum. Baudenkmäler und Kunstwerke vergangener Jahrhunderte wissen zu berichten - von denen, die sie planten und gestalteten, von dem Schicksal aller, die seitdem an ihnen vorübergegangen sind. Von Polen und Böhmen, von Preußen und Österreich kamen die großen Baumeister, Bildhauer und Maler, beschenkten das Land mit Schönheit, die auch der letzte Weltkrieg nicht auslöschen konnte. Unsere neue Reise zeigt Ihnen eine Auswahl der schönsten Besuchspunkte und bedeutendsten Kulturdenkmäler Polens.

Auf einen Blick
- Die bedeutendsten Kulturdenkmäler Polens
- Geschichte des Christentums in Polen
- Besuch im neuen Museum der Geschichte der polnischen Juden
- Holocaust-Gedenkstätten Oswiecim/Ausschwitz-Birkenau (optional)

Akzente

  • Die bedeutendsten Kulturdenkmäler Polens
  • Die Geschichte des Christentums in Polen
  • Besuch im neuen Museum der Geschichte der polnischen Juden
  • Holocaust-Gedenkstätten Oswiecim/Auschwitz-Birkenau (optional)

Reiseverlauf

1. Tag: Ankunft in der Hauptstadt Schlesiens
Linienflug nach Wroclaw/Breslau, historische Hauptstadt Niederschlesiens, "Kulturhauptstadt Europas" (2016) und Geburtsort Dietrich Bonhoeffers und Edith Steins: Besuch der Kirchen St. Maria auf dem Sande und des gotischen Doms auf der Dominsel. Hotelbezug für eine Nacht.

2. Tag: Patronin Schlesiens
Wroclaw/Breslau: Der Marktplatz ist einer der schönsten und größten Polens. Ein einzigartiges Baudenkmal ist das stolze Rathaus. Weiter geht's nach Trzebnica/Trebnitz: Das einstige Zisterzienserinnenkloster Trebnitz ist heute im Besitz polnischer Borromäerinnen. In der Klosterkirche sehen wir das prunkvolle Grab der hl. Hedwig von Andechs, Patronin Schlesiens. Danach Fahrt nach Poznan/Posen: Die Universitätsstadt ist ein Zentrum von Industrie, Handel und Forschung und gehört zu den kulturellen Mittelpunkten des Landes: Besuch im Nationalmuseum, das viele wertvolle und bekannte Werke besitzt; Hotelbezug für eine Nacht. (ca. 180 km)

3. Tag: Wiege der polnischen Nation
Poznan/Posen: Sehenswert ist die wieder aufgebaute Altstadt mit dem Alten Rathaus und dem Alten Markt sowie die den Heiligen Peter und Paul geweihte Kathedrale, die sich auf der Dominsel befindet; Besuch im Nationalmuseum, das viele wertvolle und bekannte Werke besitzt. Weiterfahrt nach Gniezno/Gnesen: Zwar hat die "Wiege der polnischen Nation" heute an politischem Gewicht verloren, aber die Stadt gilt immer noch als das geistliche Zentrum Polens. So befindet sich hier mit der Erzkathedrale eines der bedeutendsten Kirchengebäude Polens. Die Kirche ist seit dem 15. Jahrhundert zugleich die Hauptkirche des Erzbischofs und Primas Poloniae (Primas von Polen). Von europäischer Bedeutung ist das zweiflügelige Bronzeportal (12. Jh.). Fahrt nach Torun/Thorn und Hotelbezug für zwei Nächte. (ca. 160 km)

4. Tag: Geburtsstadt des Kopernikus
Torun/Thorn: Die an der Weichsel gelegene, von einer Deutschordensburg dominierte Stadt gehört - da im 2. Weltkrieg nicht zerstört - heute zu den schönsten Städten Polens. Wir sehen den Marktplatz, den Froschbrunnen, die Marienkirche, die Johanneskirche und das Geburtshaus des Astronomen Nikolaus Kopernikus. Eine traditionelle Lebkuchenbäckerei lädt zum aktiven Mit-Backen ein. Am Nachmittag Ausflug ins nahe gelegene Städtchen Chelmno/Kulm, einem der interessantesten architektonischen Denkmäler Polens: Rundgang durch die "Stadt der Verliebten" (hier werden die Reliquien des hl. Valentin aufbewahrt) mit der fast vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer. (ca. 90 km)

5. Tag: Geschichte der polnischen Juden
Fahrt nach Warzawa/Warschau: An das Jüdische Viertel, wo im 2. Weltkrieg das Ghetto lag und die jüdische Bevölkerung eingesperrt und ausgehungert wurde, erinnert nur noch die Nozxk-Synagoge und das Denkmal der Helden des Ghettos, welches den Aufstand im Jahre 1944 thematisiert. Besuch im neuen Museum der Geschichte der polnischen Juden mit seiner beeindruckenden Dauerausstellung. Hotelbezug für eine Nacht. (ca. 265 km)

6. Tag: Stadt der „Schwarzen Madonna"
Fahrt nach Czestochowa/Tschenstochau, dem bedeutendsten polnischen Wallfahrtsort mit jährlich mehr als 5 Mio. Besuchern. Besondere Verehrung genießt die berühmte Ikone der "Schwarzen Madonna", die täglich mehrere Stunden im Chor der gotischen Kapelle ausgestellt wird. Weiter geht's in die einstige Königsstadt Krakow/Krakau: Hotelbezug für drei Nächte. (ca. 360 km)

7. Tag: Heimliche Hauptstadt Polens
Krakow/Krakau: Gang durch die unzerstörte Altstadt mit Marktplatz, Tuchhallen, Rathausturm, Adalbertkirche und der Marienkirche (größter Schnitzaltar Europas von Veit Stoss), Franziskanerkirche, Andreaskirche, Dominikanerkirche, Florianstor; Besuch und Besichtigung des Wawel, des Burgberges, mit Schloss und Kathedrale, der Krönungs- und Grabeskirche polnischer Könige; Besuch im jüdischen Viertel Kazimierz.

8. Tag: Kirche unter Tage
Ausflug nach Wieliczka/Groß Salze mit dem ältesten europäischen Salzbergwerk: Besichtigung der ins Salz gehauenen Kapelle der sel. Kunigunde aus dem 13. Jh. in 100 m Tiefe. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. (ca. 50 km)
Optional (Aufpreis; buchbar nur vor der Reise): Am Nachmittag Ausflug nach Oswiecim/Auschwitz-Birkenau: Besuch der Holocaust-Gedenkstätten. (ca. 135 km)

9. Tag: Benediktiner zum Abschied
Bevor wir die Heimreise antreten, besuchen wir noch das herrlich auf einem steil emporragenden Kalksteinfelsen am rechten Weichselufer gelegene Benediktinerkloster Tyniec südwestlich von Krakau: Die 1044 gegründete Anlage ist eines der ältesten polnischen Klöster. Anschließend Fahrt zum Flughafen von Krakau (ca. 25 km) und Rückflug nach Deutschland.