TOSKANA - LATIUM: Land der Etrusker

ITALIEN: TOSKANA - LATIUM

Studienreise

Sie haben ihr Geheimnis buchstäblich mit ins Grab genommen. Gleichwohl gehören die Etrusker zu den bedeutenden Zivilisationen der Antike. Als eine der frühen Hochkulturen Italiens bestimmten sie das Schicksal des westlichen Mittelmeerraums vom 10. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. Lebendig geblieben sind sie fast ausschließlich durch ihre Grabanlagen; gerade sie erzählen von der Kultur der Lebenden, und ihre Fresken und Funde spiegeln nicht selten das pralle Leben wieder. Unsere Reise vermittelt eine intensive Begegnung mit dem Land der Etrusker zwischen Florenz und Rom, einer Region, die man mit Recht das Herz Italiens nennt. Sie zeigt bedeutende und weniger besuchte Stätten und Sammlungen und wunderbare, archaische Landschaften. Daneben kommt nicht zu kurz, was Italien ausmacht: mittelalterliche Städte und Dörfer, großartige Kirchen und Klöster, herrschaftliche Villen und Parks, aber auch Küche, Wein und Lebensart. Fünf Programmtage von einem Standort versprechen zugleich Erholung und Entspannung.

Akzente

  • Alle bedeutenden, aber auch weniger besuchte Etruskerstätten
  • Die Kunststädte Florenz und Orvieto in neuer Perspektive
  • Nur zwei Hotelwechsel

Reiseverlauf

1. Tag: Benvenuti
Linienflug nach Florenz. Unsere Reise beginnt in Fiesole, der alten Etruskerstadt oberhalb von Florenz. Nach dem Besuch des Ausgrabungsgeländes mit dem imposanten römischen Theater, den Thermen und Resten eines etruskisch-römischen Tempels bleibt freie Zeit in Fiesole – vielleicht zum Aufstieg zu den Kirchen Sant' Allessandro über einem etruskischen Heiligtum oder San Francesco mit einem tollen Panoramablick auf Florenz und das Chianti. Hotelbezug für eine Nacht. (ca. 15 km)

2. Tag: Florenz – einmal ganz anders
Eine echte Überraschung in der Renaissancestadt Florenz ist das Archäologische Museum mit seinen griechischen und etruskischen Meisterwerken – etwa der Chimäre von Arezzo oder dem "Idolino". Danach bleibt genügend Zeit für eigene Stadterkundungen bis zur Weiterfahrt nach Volterra: Beim Rundgang durch die mittelalterliche Altstadt sehen wir u. a. die antiken Stadtmauern mit dem etruskischen Stadttor und die Piazza dei Priori mit schönen Palazzi und dem Dom; Hotelbezug für zwei Nächte. (ca.75 km)

3. Tag: Etruskerstadt und -hafen
In Volterra lässt das Museo Etrusco Guarnacci mit seinen über 600 Ascheurnen Bestattungsbräuche und Totenkult der Etrusker verstehen. Dann geht die Fahrt ans Tyrrhenische Meer zum etruskischen Hafen Populonia, einst bekannt durch seine Metallwerkstätten, mit einer sehenswerten Nekropole. Der kurze Weg zur historischen Oberstadt Populonia Alta lohnt wegen des herrlichen Blicks über den Golf bis nach Elba. (ca. 165 km)

4. Tag: Etruskische Baukunst
Volterra: Gelegenheit zum Besuch eines Gottesdienstes. In Ansedonia sehen wir eine römische Ringmauer sowie einen in den Felsen geschlagenen Kanal, ein Meisterwerk etruskischer Ingenieure. Vulci, ein "wunderbar romantischer Platz" (H. D. Lawrence), war eine der wichtigsten etruskischen Städte mit tausenden von Gräbern. Hotelbezug am Bolsenasee für sechs Nächte. (ca. 280 km)

5. Tag: Der See und der Zauberwald
Das nahe Montefiascone lohnt wegen des wunderbaren Blicks auf den Bolsenasee, der romanischen Doppelkirche San Flavino und seines berühmten Weines (Weinverkostung). In eine ganz andere Welt entführt uns der "Zauberwald" von Bomarzo mit seinen merkwürdigen Figuren, in denen Salvador Dalí eine Vorwegnahme des Surrealismus sah. Lebendiges Mittelalter erleben wir beim Stadtbummel durch Viterbo: Kathedrale S. Lorenzo und Papstpalast, Stadtteil San Pellegrino mit gotischen Häusern. (ca. 100 km)

6. Tag: Stätten der Versenkung, Orte der Lebenslust
Zunächst besuchen wir die mittelalterliche Konzilsstadt Sutri, die wesentlich älter ist als Rom: Einzigartig das vollständig aus dem Tuff geschlagene römische Amphitheater, ebenso die Kirche Madonna del Parto – ursprünglich etruskisches Grab, dann ein Mithras-Heiligtum und seit dem 6. Jh. Kirche. Bei Castel Sant' Elia steigen wir zur Felsenkirche Madonna ad Rupes und weiter zu einer Basilika des 11. Jhs. hinab. Die adelige Welt der Renaissance tritt uns entgegen, wenn wir bei Caprarola den Palazzo Farnese besuchen, "die schönste unter den vielen Villen in der Umgebung Roms" (E. Peterich). In Bagnaia wandern wir durch den Garten der Villa Lante, deren Wasserspiele denen der Villa d'Este von Tivoli nicht nachstehen. (ca. 155 km)

7. Tag: Tuffsteingräber und Rosengarten
Einzigartig ist die Gräberlandschaft von Cerveteri, nach Fülle und Vielfalt der über Jahrhunderte in den Tuffstein getriebenen Grabbauten die eindrucksvollste etruskische Nekropole. Im mittelalterlichen Tuscania, ebenfalls eine etruskische Gründung, besitzt mit der romanischen Kirche San Pietro ein Kleinod mittelalterlicher Baukunst. Den Abschluss dieses Tages bildet eine Bootsfahrt zur Insel Bisentina im Bolsenasee, die wegen ihrer Rosengärten berühmt ist. (ca. 245 km)

8. Tag: Städte auf dem Berg
Am Süd- und Westufer des Bolsenasees entlang erreichen wir Sovana: Auch an diesem entlegenen Ort fand man eine etruskische Nekropole mit bemerkenswerten Haus- und Tempelgräbern. Malerisch auf hohen Tuffsteinfelsen liegt das Städtchen Pitigliano, das sein mittelalterliches Gesicht fast unversehrt bewahrt hat. Später sehen wir in Orvieto die etruskische Nekropole Crocifisso del Tufo, die am besten erhaltene Totenstadt Umbriens, und den Dom mit Luca Signorellis grandiosem Freskenzyklus vom Ende der Welt. Mutige steigen vielleicht in den 62 m tiefen Brunnenschacht Pozzo di San Patrizio. (ca. 120 km)

9. Tag: Verborgene Schätze, berühmte Kunstwerke
Klein, aber wunderbar in der Landschaft des Parco Regionale Marturanum liegen die Felsengräber-Nekropole von San Giuliano und das mittelalterliche Städtchen Barbarano Romano. Tarquinia hingegen war das erste bedeutende Zentrum der etruskischen Kultur, nirgendwo sonst treten uns die Etrusker so lebendig entgegen. Das Museum im Palazzo Vitelleschi zeigt u. a. griechische Vasen und rekonstruierte Kammergräber mit wundervollen Malereien. Der Besuch der Nekropole führt uns den Zusammenhang von Totenkult und Lebensfreude besonders eindrücklich vor Augen. (ca. 135 km)

10. Tag: Das Etruskermuseum in Rom
Ein weiterer Höhepunkt der Reise: Fahrt nach Rom zum ehemaligen Renaissancepalast Villa Giulia mit dem Nationalmuseum für etruskische Kunst, dem reichsten Etruskermuseum weltweit: Da die Schätze, vor allem Kleinkunst, nach Fundorten geordnet sind, werden wir hier vielen Stätten unserer Reise begegnen. Anschließend Fahrt zum Flughafen Rom-Fiumicino und Rückflug nach Deutschland. (ca. 160 km)