Fürstliche Parks - verträumtes Klosterland

DEUTSCHLAND: LAUSITZ

Chor-Studienreise

Für viele ist die kulturell und landschaftlich reiche Lausitz eine weithin noch eine unbekannte Welt.
Vielseitig, einmalig und reizvoll geben sich die Landschaften in der Lausitz. Weite neu entstehende Seengebiete, romantische Flusslandschaften, Heide- und Teichgebiete, ausgedehnte Wälder und bizarre Felsformationen prägen die Region. Sie umfasst den Süden Brandenburgs und den Osten Sachsens sowie Teile Niederschlesiens. Der Spreewald bildet den nördlichsten Teil der Lausitz. Vor 20.000 Jahren trat das Eis der letzten Eiszeit den Rückzug aus der Lausitz an und hinterließ eine Landschaft mit Fließen und Kanälen von über 900 Kilometer Gesamtlänge. Diese vom Menschen geprägte und dennoch weitgehend naturnahe Auenlandschaft ist Lebensraum einer reichen Tier- und Pflanzenwelt und gehört zu den schönsten und zugleich einzigartigsten Naturschutzgebieten Europas. Die kleine slawische Volksgruppe der Sorben lebt heute gemeinsam mit der deutschen Bevölkerung in der Gegend zwischen Cottbus, Kamenz und Bautzen. Wir laden Sie ein, mit uns die östlichste Ferienregion Deutschlands mit seinen fürstlichen Parks und verträumten Klöstern zu entdecken.

Auf einen Blick

  • Geschichte und Traditionen der Sorben
  • Ausgewählte Begegnungen
  • Romantische Fahrt mit der Zittauer Dampf-Schmalspurbahn
  • Geruhsame Spreewald-Kahnfahrt
  • Nur ein Hotelwechsel

Reiseverlauf

1. Tag: Ankommen in der Oberlausitz
Eigenanreise nach Leipzig: Auf dem Weg zur Unterkunft Besuch der Loretokapelle in Rumburk (Rumburg) mit dem vielleicht bedeutendsten kirchengeschichtlichen Schatz Nordböhmens, der Kopie der Statue der Schwarzen Madonna von Loreto. Unterbringung im Gästehaus des Kloster St. Marienthal für vier Nächte. (ca. 235 km)

2. Tag: Europastadt und Brüdergemeine
Ausflug in die östlichste Stadt Deutschlands, nach Görlitz: Besuch des kulturhistorischen Museums im Kaisertrutz, eine noch vier erhalten Basteien, welche die Stadt Görlitz zur Verteidigung besaß. Besuch des Heiligen Grabes: Die Kreuzkapelle ist eine verkleinerte Kopie der hochmittelalterlichen Heilig-Grab-Kapelle, die so nicht mehr in Jerusalem steht. Baubeginn der Anlage lag im Jahr 1480. Die Landschaft mit den Anhöhen nördlich der Grabeskapelle stellt den Ölberg mit dem Garten Gethsemane dar, mit der Gebetsstätte und der Jüngerwiese. Der Wasserlauf symbolisiert das Tal des Baches Kidron. Gang durch die historische Altstadt mit Besuch der Kirche St. Peter und Paul, evtl. mit Vorspiel auf der Görlitzer Sonnenorgel (Von April bis Oktober an jedem Sonntag, Dienstag und Donnerstag sowie an Feiertagen erklingt die Sonnenorgel um 12:00 Uhr für ca. 45 Minuten mit Meditation und Information.) Danach Abstecher nach Herrnhut, Heimat des Weihnachtssterns: Rundgang mit Einführung in die Geschichte der von Grafen von Zinzendorf gegründeten Brüdergemeine; Besichtigung des Kirchsaals und des denkmalgeschützten Gottesackers; nach Möglichkeit Begegnung mit Vertretern der Brüdergemeine. (ca. 75 km)

3. Tag: Zisterzienserinnen und Fastentuch
St. Marienthal: Führung im Zisterzienserinnenkloster mit Klosterkirche, Kreuzkapelle und der Ausstellung „ora et labora" sowie Garten der Bibelpflanzen. Evtl. Begegnung mit den Schwestern und Möglichkeit zur Teilnahme an dem Mittagsgebet der Klostergemeinschaft. Regionales Mittagsgericht in der rustikalen Klosterschenke. Am Nachmittag Ausflug nach Zittau: Dem mit dem Tuchhandel und der Leineweberei gewonnenen wirtschaftlichen Reichtum verdankte die Stadt den Beinamen „die Reiche“. Wir besichtigen das „Großen Zittauer Fastentuches" (von 1472). Die historische Altstadt wird durch den Marktplatz mit seinem Rathaus in italienischem Stil, der Kirche St. Johannis, das 1511 erbaute Salzhaus, eines der größten Speicherbauten Deutschlands, und viele barocke Zierbrunnen bestimmt. Weiter geht’s mit der Zittauer Dampf-Schmalspurbahn nach Oybin. Im Zentrum des Ortes, auf dem wohl bekanntesten Felsmassiv des Zittauer Gebirges, dem die Launen der Natur die Gestalt eines Bienenkorbes verliehen, erheben sich die romantischen Ruinen der böhmischen Kaiserburg und des Klosters Oybin. Am Aufgang zum Berg Oybin befindet sich ein Kleinod barocker Baukunst – die 1734 erbaute Kirche, die auch das „Hochzeitskirchlein“ genannt wird. (ca. 55 km)

4. Tag: Land des Klosterwassers
Ausflug ins Land des „Klosterwassers". Besuch im Zisterzienserinnenkloster St. Marienstern (gegründet 1248) mit Umwelt- und Lehrgarten: Die Abtei gehört zu den wenigen Ordenshäusern, die seit ihrer Gründung ohne Unterbrechung Bestand haben. Besichtigung des Milleniumdenkmals in Strohschütz. Danach Besuch des sorbischen Friedhofs in Ralbitz. Anschließend Mittagessen im Mönchshof der 1000-jährigen Stadt Bautzen. Danach Besuch des Simultandoms St. Petri, der Domschatzkammer und im Haus der Sorben (nach Möglichkeit Begegnung). (ca. 190 km)

5. Tag: Künstliche Landschaften
Künstliche Landschaften
Fahrt zur Schrotholzkirche Sprey (um 1520). Weiter zum ca. 30 m hohen Aussichtsturm des Tagebaus Nochten. Anschließend geht’s zur romantischen Rakotzbrücke. auch Teufelsbrücke genannt, im Azaleen- und Rhododendronpark Kromlau. Danach besuchen wir die Parkanlage Bad Muskau, ein UNESCO-Welterbe dies- und jenseits der deutsch-polnischen Grenze an der Neiße gelegen. Als Fürst Pückler-Muskau (1785-1871) den Park gestaltete, bediente er sich Stilmittel der Landschaftsmalerei. Auf einer geführten Tour durch die Parkanlage erleben wir diese außergewöhnliche Anlage, die sich harmonisch in die umgebende Landschaft einfügt. Weiterfahrt in die Niederlausitz nach Cottbus: Hotelbezug für vier Nächte. (ca. 150 km)

6. Tag: Klosterleben und Rosenfreuden
Ausflug nach Neuzelle zu seinem Zisterzienserkloster aus dem 13. Jh. Die Klosteranlage präsentiert sich nach umfangreichen Baumaßnahmen in „neuem“ alten Glanz und gilt als eine der wenigen vollständig erhaltenen Klosteranlagen Deutschlands und Europas. Neben den beiden Barockkirchen und dem spätgotischen Kreuzgang und dem wiederhergestellten barocken Klostergarten ist das Museum „Himmlisches Theater – Die Neuzeller Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab“ besonders sehenswert. Entlang der Grenze zu Polen geht es dann zum Rosengarten in Forst (Lausitz): Er vereint auf einer Fläche von 17 Hektar rund 1.000 Rosensorten auf zehntausenden Rosenstöcken. (ca. 130 km)

7. Tag: Noch einmal Gartenkunst
Cottbus: Rundfahrt mit Straßenbahn und Führung durch den historischen Stadtkern mit Altmarkt, Kirchen, mittelalterlicher Stadtmauer mit Türmen, Toren und Wiekhäusern, Schlossberg, Gerberhäusern und Postkutscher-Denkmal. Am Nachmittag Ausflug mit dem ÖPNV zum Park und Schloss Branitz, wo in der Lausitzer Sandwüste, auf über 620 ha Fläche, Fürst Pückler-Muskau ab 1846 in seinem Alterssitz Branitz einen Landschaftspark im englischen Stil formte. Die Seepyramide ist die Grabstätte des Fürsten und der Fürstin Lucie von Pückler-Muskau (1776-1854). Im Zentrum des Parks spiegelt das spätbarocke Schloss das ungewöhnliche Leben Fürst Pücklers wider und vermittelt eine Vorstellung von seiner Lebenswelt sowie der Wohnkultur seiner Zeit. (ca. 10 km)

8. Tag: Mehr als Spreewaldgurken
Ausflug nach Lübbenau, Hauptstadt der leckeren Spreewaldgurken: Spaziergang durch die Lübbenauer Altstadt mit barocker Kirche St. Nikolai, historischem Schlossbezirk, Park und Museumsinsel. Am Nachmittag 3-stündige Kahnfahrt nach Lehde: Besuch des Spreewaldmuseums. Sie passieren typische Spreewald-Höfe und bekommen Einblick in die hiesige Tier- und Pflanzenwelt. (ca. 80 km)

9. Tag: Abschied von der Niederlausitz und Heimreise
Bustransfer nach Leipzig. Von dort Individuelle Heimreise. (ca. 235 km)