"Klösterreich" - Barocke Kunst im Donauraum

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ÖSTERREICH

Studienreise

"Klösterreich" - das ist mehr als ein Etikett der Fremdenverkehrswerbung. Denn es beschreibt, was für die k. u. k. Monarchie des 17. und 18. Jahrhunderts so bezeichnend ist: das neu gewonnene Selbstbewusstsein nach dem Sieg über die Türken und Zurückdrängung des Protestantismus, das enge Miteinander von Krone und Kirche, das im Barock seinen Ausdruck findet. Kunst, Religion und Lebensgefühl gehen eine untrennbare Verbindung ein, die ungeahnte schöpferische Kräfte freisetzt. Diesem "Gesamtkunstwerk" gilt unsere Fahrt zu Kirchen und Klöstern Niederösterreichs, die wie kaum anderswo in Europa den Geist der Epoche spiegeln. Wir genießen aber auch die weinselige Landschaft der Wachau und des Kamptals, erleben beim "Heurigen" ein Stück barocke Lebensart und lassen uns unterwegs von Musik österreichischer Barock-Komponisten begleiten. Ein besonderer Akzent ist die Begegnung mit dem klösterlichen Leben und der Einblick in die Kultur der verschiedenen Orden. Unser Standquartier, das Gästehaus von Stift Göttweig, eines der bedeutendsten Klöster Europas, bietet dafür die besten Voraussetzungen.

Termine

Reisenr.TerminePreisVerfügbarkeit
AT8K050106.07.18 – 14.07.18 1.295,- Buchen 
  Mag. Dr. Ortwin Hesch

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Frau Svantje Bockstette (Tel. 0711 6192542)

Frau Svantje Bockstette
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Akzente

  • Einblick in Ordenskultur und klösterliche Spiritualität
  • Barocke Kunst und Lebensart im Donauraum
  • Übernachtung im Benediktinerstift Göttweig

Reiseverlauf

1. Tag: Aufbruch und Ankommen
Eigenanreise nach St. Pölten bis 15:00 Uhr: Gemeinsamer Transfer zum Benediktinerstift Göttweig: Hotelbezug für acht Nächte. (ca. 25 km)

2. Tag: Prämonstratenser und Benediktiner
Erstes Ziel dieses Tages ist die Pfarr- und Wallfahrtskirche Zur Schmerzhaften Muttergottes in Dreieichen, ein einheitlicher spätbarocker Bau mit einem lichten Innenraum, für den Paul Troger eines seiner letzten Werke schuf. Weiter geht's zum Prämonstratenser-Chorherrenstift Geras, das im späten Barock durch Jakob Munggenast seine heutige Gestalt bekommen hat – die Kirche Mariä Geburt als barocke Einkleidung einer romanischen Pfeilerbasilika, die Konventsbauten mit geistvollem Pavillonbau, Feststiege und prächtigem Marmorsaal. Mit dem Benediktinerstift Altenburg hat Josef Munggenast das Hauptwerk des donauländischen Barock im 2. Viertel des 18. Jhs. geschaffen: die Kirche als großen ovalen Kuppelraum (mit Fresken von Paul Troger u. a.), die Stiftgebäude mit Kaiserzimmern und vor allem der herrlichen Bibliothek, eine vollkommene Verbindung von Architektur, Malerei und Plastik, von Raum und Farbe. Besondere Beachtung verdienen auch die Gärten des Klosters, die zum Verweilen und Staunen einladen: der "Garten der Religionen", der "Schöpfungsgarten" sowie der "Garten der Stille". (ca. 150 km)

3. Tag: Gottesburg und Weinstadt
Der Vormittag gehört Stift Göttweig. Möglichkeit zum Gottesdienstbesuch. Rundgang durch die barocke Klosteranlage, durch Lukas von Hildebrandt als riesige Gottesburg geplant und noch in ihrer realisierten Gestalt von beeindruckenden Dimensionen. Wir sehen natürlich die Stiftskirche Mariä Himmelfahrt, aber auch die großartige Kaiserstiege mit Deckenfresko von Paul Troger, den Kaisertrakt und die Fürstenzimmer. Den Nachmittag verbringen wir im nahen Weinort Krems, der mit seiner hervorragend erhaltenen und liebevoll restaurierten Altstadt als schönste Stadt Niederösterreichs gilt. (ca. 20 km)

4. Tag: Zisterzienserstift – Reichsheiligtum
Das Zisterzienserstift Lilienfeld beeindruckt durch das harmonische Zusammenspiel von Hochmittelalter und Frühbarock; dies gilt vor allem für die zu den größten Gotteshäusern Österreichs zählende Stiftskirche, deren romanisch-frühgotischer Raum in ein barockes Gewand gekleidet ist. Ein Abstecher in die Steiermark führt uns zum Wallfahrtsort Mariazell, einst geradezu das "Reichsheiligtum" der Habsburger Kaiser. Die Bedeutung der Wallfahrt spiegelt sich nicht zuletzt in der großartigen Kirche im Stil des italienischen Barock wider, ein Werk des Domenico Sciassia, mit einer überreichen Ausstattung. (ca. 230 km)

5. Tag: Augustiner und Landeshauptstadt
Der heutige Ausflug führt zunächst zum Augustiner-Chorherrenstift Herzogenburg, dessen mächtige barocke Anlage auf Pläne von Jakob Prandtauer zurückgeht und von Josef Munggenast vollendet wurde. Von hier aus ist es nicht weit nach Heiligenkreuz-Gutenbrunn, wo es die Kirche Mariä Himmelfahrt mit einem Innenraum von großartiger Pracht zu bewundern gibt. Schließlich kommen wir nach St. Pölten mit einem ursprünglich romanischen, heute barocken Dom, bis Ende des 18. Jhs. Klosterkirche eines Augustiner-Chorherrenstifts. (ca. 70 km)

6. Tag: Glanzpunkt österreichischen Barocks
Auf einer Fahrt durch die Wachau mit so malerischen Orten wie Dürnstein, Weißenkirchen oder Spitz kommen wir zum Benediktinerstift Melk: Die großartige Anlage, unbestrittener Höhepunkt der österreichischen Barock-Architektur von europäischem Rang, ist das Hauptwerk Jakob Prandtauers. Nach so viel Kunst führt uns am Nachmittag eine Wanderung auf einem Teilstück des Jakobs-Pilgerwegs Göttweig-Melk von Maria Langegg zur Burgruine Aggstein, ein tolles Erlebnis (6,5 km, ca. 1,5 Std.). Auf dem Rückweg nach Göttweig machen wir noch Station in St. Michael auf der Donau-Südseite mit seinem malerischen Kirchenensemble. In einem Heurigen-Lokal klingt der Tag gesellig aus. (ca. 100 km)

7. Tag: Barock an Donau und im Waldviertel
Das Zisterzienserstift Zwettl im Waldviertel beeindruckt durch den ebenso spannungsvollen wie harmonischen Zusammenklang von barocker Pracht und Monumentalität der Fassade (Jakob Munggenast) einerseits und dem in festliches Barock gekleideten gotischen Innenraum der Klosterkirche andererseits. In Zwettl erfahren wir nach Möglichkeit in der Kräuterfabrik "Sonnentor" etwas über die Gewinnung und Pflege von Produkten der Natur. Romantisch an der Donau liegt der berühmte Weinort Dürnstein mit seiner malerischen Hauptstraße und dem ehem. Augustiner-Chorherrenstift, eine seltene Einheit von Baukunst und Landschaft. (ca. 130 km)

8. Tag: Von der Romanik zum "Escorial"
Das Zisterzienserstift Heiligenkreuz ist die bedeutendste mittelalterliche Klosteranlage Österreichs. In der Stiftskirche beeindrucken Kontrast und Zusammenspiel von romanischem Langhaus und gotischem Hallenchor, während der Klosterhof zum einen durch die Arkaden des 1662 vollendeten Gasttrakts, zum anderen durch die barocke Dreifaltigkeitssäule und den Josefsbrunnen bestimmt wird. Ganz anders das nördlich von Wien gelegene Augustiner-Chorherrenstift Klosterneuburg: Hier wurden die mittelalterlichen Stiftsgebäude unter Kaiser Karl VI. durch einen barocken Neubau zu einem – freilich nie vollendeten – österreichischen Escorial erweitert. (ca. 220 km)

9. Tag: Abschied und Heimreise
Transfer zum Bahnhof St. Pölten (ca. 25 km): individuelle Heimreise.

Leistungen

Mindestteilnehmerzahl: 15 Personen; siehe § 9.2. unserer Reisebedingungen

  • Busreise im modernen Reisebus ab/bis St. Pölten
  • Einfache Unterbringung im Benediktinerstift Göttweig in Doppelzimmern mit Dusche/WC
  • Halbpension, davon ein Heurigenabend
  • Fachlich qualifizierte BiR-Reiseleitung
  • Alle Eintrittsgelder
  • Trinkgeldpauschale
  • Reiseführer oder Reiseliteratur
  • einen Reiseartikel Ihrer Wahl: Umhängetasche, Rucksack, Schirm oder Bücherscheck

Im Preis nicht enthaltene Leistungen

  • An- und Abreise zum/von Flughafen. Gerne buchen wir für Sie unsere äußerst preisgünstigen RIT-Bahnfahrtkarten (PDF 184 KB), die nur in Verbindung mit einer Pauschalreise buchbar sind.
  • Zur Ergänzung Ihrer individuellen Absicherung raten wir Ihnen dringend zum Abschluss einer Reiserücktrittskosten-/Reiseabbruchversicherung sowie einer Reisekrankenversicherung, die auch Rückführungskosten bei Unfall oder Krankheit deckt. Wir empfehlen die Angebote der MDT (PDF 168 KB).

Zusatzleistungen:

Einzelzimmerzuschlag 75,-

Zusatzinfos

Einreisebestimmungen

Personalausweis oder Reisepass erforderlich!

Ihre vorgesehenen Hotels

Benediktinerstift Göttweig
Das Benediktinerstift Göttweig liegt im schönen Donautal der Wachau. Dieses barocke Kloster begeistert mit seiner Berglage und gilt als spirituelles Zentrum Niederösterreichs. Alle Zimmer sind mit Dusche/WC ausgestattet und liegen im Ruhebereich des Exerzitienhauses St. Altmann, im Stiftshof gegenüber der Stiftskirche. Die Stiftsküche bietet ein reichhaltiges Angebot mit lokalen Speisen.

Abfahrtszeiten und -orte

Für die Anreise empfehlen wir unsere preisgünstigen RIT-Fahrkarten (184 KB).

Download

Hier können Sie das Programm dieser Österreich-Reise als PDF-Datei (996 KB) herunterladen.


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