Städte und Stätten der Schweizer Reformation

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SCHWEIZ

Studienreise zur Reformation

Die Reformation: Das ist mehr als der legendäre Thesenanschlag in Wittenberg, mehr als Martin Luther. So wichtig er als Impulsgeber war - die Reformation war eine europäische Bewegung. Nirgendwo wird das besser erfahrbar als in der Schweiz, angefangen in Zürich mit dem Humanisten Huldrych Zwingli – von Luther als „unflätige Sau“ betitelt – bis nach Genf unter dem strengen Strategen und Kirchenführer Johannes Calvin. Daneben gibt es weitere Städte und eigenständige Persönlichkeiten, die für den Fortgang der Reformation wichtig geworden sind: allen voran Bern, die seinerzeit mächtigste Stadt der Schweiz, aber auch Chur und Ilanz im Bündnerland, Lausanne und Neuchâtel in der Westschweiz und natürlich Basel: Alles wunderbare Orte, voll von Geschichte und reich an architektonischen Schönheiten. Daneben nicht zu vergessen: die „katholische“ Schweiz, die herausragende Kunststätten aufzuweisen hat. Unsere ökumenische Reise zu Städten und Stätten der schweizerischen Reformation erschließt beides: das Gesicht eines Landes aus der Perspektive einer entscheidenden Epoche seiner Kultur- und Kirchengeschichte – und seine landschaftlichen und kunstgeschichtlichen Höhepunkte: Bilder, die Sinne und Verstand, Auge und Herz gleichermaßen berühren.

Termine

Reisenr.TerminePreisVerfügbarkeit
CH9K070129.06.19 – 06.07.19 1.695,- Buchen 
  Pfarrer Wolfhart Koeppen
CH9K070214.09.19 – 21.09.19 1.695,- Buchen 
  Wolfhart Koeppen

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Frau Heidrun Feix (Tel. 0711 6192538)

Frau Heidrun Feix
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Auf einen Blick

  • Brennpunkte und Impulsgeber der Reformation in der Schweiz
  • Ausgewählte Begegnungen mit Kirchenvertretern (angefragt)
  • Landschaftliche und kunstgeschichtliche Höhepunkte der Schweiz
  • Herrliche Drei-Pässe-Fahrt von Graubünden ins Berner Oberland

Reiseverlauf

1. Tag: Umstrittener Anfang der Reformation: Zwingli in Zürich
Fahrt von Stuttgart vorbei an Singen und Schaffhausen nach Zürich, Ausgangspunkt der reformatorischen Bewegung in der Schweiz. Unser Interesse konzentriert sich auf die beiden bedeutenden Innenstadtkirchen: das Grossmünster, wo Huldrych Zwingli als Prediger und Reformator wirkte, und das gotische Fraumünster mit den berühmten Glasfenstern von Marc Chagall. Hotelbezug für eine Nacht. (ca. 220 km)

2. Tag: Reformierte Nüchternheit und katholische Prachtentfaltung
Zürich: Am Vormittag ist Gelegenheit zum Besuch eines reformierten Gottesdienstes im Zürcher Grossmünster. Ein herausragendes Beispiel des reformierten Barock ist die Pfarrkirche von Horgen am Zürichsee. Das Benediktinerkloster Einsiedeln von Caspar Moosbrugger ist der bedeutendste katholische Barockbau der Schweiz, mit Stuck und Fresken der Brüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam aus Bayern. Danach geht es mit Blick auf das Churfirsten-Massiv am Walensee entlang ins Rheintal und weiter nach Graubünden. Hotelbezug in Chur für zwei Nächte. (ca. 185 km)

3. Tag: Reformatorischer Aufbruch: bürgerliche Freiheit gegen bischöfliche Macht
In Chur, Sitz des ältesten Bistums nördlich der Alpen, treffen sich die beiden Stadt und Kanton prägenden Traditionen. Beherrschend über der Stadt liegen die ehemalige Klosterkirche St. Luzius und die Kathedrale Mariä Himmelfahrt, beide teilweise noch aus karolingischer Zeit. Die spröde reformierte Stadtkirche St. Martin erinnert an den Reformator und Begründer der Bündner Synode (1537) Johannes Comander. Danach bleibt freie Zeit für eigene Entdeckungen in der malerischen Altstadt. Am Nachmittag führt uns ein Ausflug nach Rhäzüns: Ein einzigartiges Beispiel vorreformatorischer Bibelauslegung in Bildern ist die vollständig ausgemalte Kirche Sogn Gieri (St. Georg). (ca. 80 km)

4. Tag: Drei-Pässe-Fahrt von Graubünden ins Berner Oberland
Sowohl kunst- als auch kirchengeschichtlich bedeutsam ist die Stadtkirche St. Margarethen in Ilanz, in der sich ein typisch reformierter Raumeindruck und vorreformatorischer Raumschmuck harmonisch miteinander verbinden. Für die schweizerische Reformation haben Stadt und Kirche eine wichtige Rolle gespielt. Bei der Weiterfahrt gilt wenigstens ein kurzer Blick dem Benediktiner-Kloster Disentis, einer Gründung des 8. Jh., das sich heute als mächtiger Barockbau aus dem späten 17. Jh. präsentiert (derzeit wegen Renovierung geschlossen). Danach erwartet uns eine Fahrt voller landschaftlicher Höhepunkte, wie sie nur in der Schweiz möglich ist: über den Oberalp-Pass (2.044 m) nach Andermatt, dann über den Furka-Pass (2.429 m), die europäische Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Nordsee, mit Blick auf den Rhône-Gletscher, und schließlich über den Grimsel-Pass (2.164 m) zwischen Oberwallis und Berner Oberland. Meiringen im Haslital, Brienzersee und Thunersee mit Spiez und Einigen sind weitere Stationen, ehe wir Thun erreichen: Hotelbezug für eine Nacht (ca. 220 km)

5. Tag: Bern: Durchsetzung der schweizerischen Reformation
Erstes Ziel dieses Tages ist die Schweizer Bundeshauptstadt Bern, mit der Calvin in heftige Auseinandersetzungen verwickelt war. Über den mittelalterlichen Straßen mit ihren prächtigen Kaufmannshäusern thront beherrschend das Münster, das bedeutendste hochgotische Bauwerk der Schweiz mit überreicher Ausstattung. Wir besuchen außerdem die Heiliggeist-Kirche (1726-1729), das schönste Beispiel eines reformierten Barockbaus in der Schweiz. Am Nachmittag machen wir einen Zwischenhalt in Lausanne zum Besuch der gotischen Kathedrale, wo Pierre Viret (1511-1571) gewirkt hat, einer der engsten Vertrauten Calvins und Begründer der ersten theologischen Hochschule für reformierte Prediger. Hotelbezug für zwei Nächte in der Nähe von Genf. (ca. 210 km)

6. Tag: Die Reformation wird international, eine Bewegung wird zur Kirche
Ein ganzer Tag gehört Genf, wo Johannes Calvin zwischen 1536 und 1538 und von 1541 bis zu seinem Tod 1564 gewirkt hat und wo die Reformation feste kirchliche Strukturen gewann. Hauptanziehungspunkt ist die Kathedrale St-Pierre, die Predigtstätte Calvins, ein strenger, zwischen Spätromanik und Frühgotik stehender Bau, seit 1532 prot. Pfarrkirche. Südlich davon liegt der Temple de l’Auditoire, das theologische Auditorium des Reformators, wo auch der schottische Reformator John Knox und Calvins Nachfolger Theodor Beza gewirkt haben. Das Reformationsmuseum am Cour Saint-Pierre zeigt eindrucksvoll Entwicklung und Ausstrahlung der Genfer Reformation. Außerdem sehen wir das Reformationsdenkmal an der Promenade sowie das Grab Calvins auf dem Cimetière des Rois im Stadtteil Plainpalais.

7. Tag: Mehr als Nebenschauplätze: Neuenburg und Basel
In Neuchâtel in der Westschweiz wirkte Guillaume Farel (1489-1565), der Wegbereiter und Weggefährte Calvins, als Reformator. Bedeutsam wurde die Stadt auch als Zufluchtsort französischer Glaubensflüchtlinge und als Heimat von Friedrich Dürrenmatt. Die von zahlreichen Zeugnissen der Reformationsgeschichte umgebene Collégiale (Stiftskirche) ist ein eindrucksvolles Dokument des Bildersturms. Über Mittag sind wir in Biel, dessen mittelalterliche Altstadt von der ehemals dem hl. Benedikt geweihten reformierten Stadtkirche beherrscht wird. Der Kreis schließt sich in Basel. Hier wirkte Johannes Oekolampad (1482-1531), hier fand Calvin nach seinem Abschied aus Paris Zuflucht (1535/36) und verfasste sein bedeutendstes Buch, die „Institutio Christianae Religionis“. Das Spalentor gilt als das schönste Stadttor der Schweiz. Das die Stadt beherrschende, romanisch begonnene und gotisch vollendete Münster mit seiner Krypta gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten des Landes. Hotelbezug für eine Nacht. (ca. 240 km)

8. Tag: Die Reformation ist nicht zu Ende
Rückreise von Basel über Karlsruhe nach Stuttgart (Ankunft ca. 13.30 Uhr). (ca. 260 km)

Leistungen

Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen; siehe § 7 unserer Reisebedingungen

  • Busreise im modernen Reisebus ab/bis Stuttgart
  • Doppelzimmer in guten Mittelklassehotels der schweizerischen 3-4-Sterne-Kategorie
  • Halbpension
  • Fachlich qualifizierte BiR-Reiseleitung
  • Alle Eintrittsgelder
  • Trinkgeldpauschale
  • Reiseführer oder Reiseliteratur
  • Wahlweise ein Bücherscheck im Wert von 10,00 € oder ein praktischer Reiseartikel (nach unserer Wahl und Verfügbarkeit)

Im Preis nicht enthaltene Leistungen

  • Für die Anreise nach Stuttgart buchen wir für Sie gerne unsere äußerst preisgünstigen RIT-Bahnfahrkarten, die nur in Verbindung mit einer Pauschalreise buchbar sind.
  • Zur Ergänzung Ihrer individuellen Absicherung raten wir Ihnen dringend zum Abschluss einer Reiserücktrittskosten-/Reiseabbruchversicherung sowie einer Reisekrankenversicherung, die auch Rückführungskosten bei Unfall oder Krankheit deckt. Wir empfehlen die Angebote der MDT.

RIT-Bahnfahrkarten (PDF 160 KB)
Angebote der MDT (PDF 180 KB)

Zusatzleistungen:

Einzelzimmerzuschlag 360,-

Zusatzinfos

Einreisebestimmungen

Personalausweis oder Reisepass erforderlich!

Ihre vorgesehenen Hotels

Zürich: Hotel Montana 3*
Chur: Romantik Hotel Stern 4*
Thun: Hotel Holiday 3*
Region Genf: Hotel Chavannes de Bogis 3*
Basel: Hotel Gaia 4*
(Änderungen vorbehalten)

Einreise- und Gesundheitsbestimmungen

Impfungen sind bei Einreise direkt aus Europa nicht zwingend vorgeschrieben.

Abfahrtszeiten und -orte

10.00 Uhr Stuttgart

Anmerkungen

Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen weisen wir darauf hin, dass die angebotenen Reisen im Allgemeinen für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet sind. Auf Ausnahmen wird bei den entsprechenden Reisen hingewiesen.

Ihr Reiseleiter Wolfhart Koeppen:
„Die Schweiz – klar, das sind Berge und Pässe, Seen und mittelalterliche Städte. Sie ist, was Einflüsse und Ausstrahlung betrifft, aber auch ein Schnittpunkt europäischer Geschichte. Dies aus dem Blickwinkel einer Epoche, der Reformationszeit, zu erleben – das öffnet eine ganz neue Sicht auf das Land, seine Kultur und seine Schönheiten. Ich freue mich darauf, Sie bei dieser Entdeckungsreise begleiten zu können.“

Download

Folgende Dokumente stehen hier zum Download für Sie bereit:
Studienreise Schweiz ′Städte und Stätten der schweizerischen Reformation′ (PDF 432 KB)


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