1700 Jahre Nizäisches Glaubensbekenntnis

Türkei

Studienreise

Im Vorgriff auf das Jubiläumsjahr widmet sich unsere neue Reise in die Türkei ausdrücklich dem Nizäischen Glaubensbekenntnis, welches 2025 seinen 1700. Geburtstag feiert! Im Jahr 325 lud der christenfreundliche Kaiser Konstantin etwas über 200 Bischöfe zum 1. ökumenischen Konzil nach Nicäa ein, auf dem die Frage nach der Gottheit Christi geklärt werden sollte. Dieses Jubiläum der Kirchengeschichte markiert die historische und kontinuierliche Relevanz dieses Bekenntnisses. Das Nizänum ist von zentraler Bedeutung für das Christentum und wird von vielen Kirchen und Konfessionen bis heute in Gottesdiensten verwendet. Es ist die grundlegende Aussage des gemeinsamen Glaubens der Christenheit. Das Bekenntnis betont den Glauben an den dreieinigen Gott: den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Die Beschäftigung mit dem Nizäischen Glaubensbekenntnisses kann dazu dienen, den Glauben zu stärken, die Einheit der Kirchen zu fördern und die Lehren dieses Bekenntnisses für die kommenden Generationen lebendig zu halten. Diese Reise möchte deshalb die zentrale Rolle dieses Bekenntnisses für den christlichen Glauben würdigen. Zwischen den Jahren 325 und 787 fanden sieben ökumenische Konzilien statt, immer versammelten sich die Kirchenväter in Städten der heutigen westlichen Türkei. Die Beschäftigung mit den Lehren dieser Konzilien sowie mit der Apostelgeschichte, den Paulusbriefen und der Offenbarung des Johannes an Ort und Stelle kann zu einem neuen Verständnis für die Anfänge des christlichen Glaubens und der frühen Kirche führen.

Auf einen Blick

  • Das Nizänum - das Bekenntnis zum dreieinigen Gott
  • Stätten der 7 ökumenischen Konzilien
  • Stätten der Offenbarung des Johannes
  • Einführung in Theologie und Geschichte der frühen Kirche

Reiseverlauf

1. Tag: Aufbruch und Ankommen
Linienflug nach Istanbul: Begrüßung durch die örtliche Reiseleitung. Während des Transfers zum Hotel gewinnen wir einen ersten Eindruck von der Weltstadt am Bosporus. Hotelbezug für zwei Nächte.

2. Tag: Stadt der Konzilien: Konstantinopel
Die drei ökumenischen Konzilien von Konstantinopel (381, 553 und 680) fanden in der Umgebung von Kaiserpalast und Hagia Sophia statt. Im Jahr 381 versammelte man sich zum 2. Ökum. Konzil in der Irenenkirche und bestätigte den Beschluss des Konzils von Nicea 325 durch Erweiterung der Lehre des Heiligen Geistes. Es entstand das Nicaeno-Constantinopolitanum, mit dem die Christenheit weltweit ihren Glauben bekennen kann. Das 5. Ökum. Konzil fand 553 in der Hagia Sophia statt. Das 1500 Jahre alte Bauwerk gehört zu den bekanntesten Kirchen der christlichen Welt. Die einstige Palastkirche symbolisierte die Einheit von Kirche und Staat. Als Tagungsort des 6. Ökum. Konzils im Jahr 680/81 wird der Kaiserpalast angegeben. In diesem Bereich ist das Mosaikenmuseum mit den prächtigen Palastmosaiken entstanden. Weitere Besichtigungen in der Altstadt: Besuch des im Jahre 333 von Konstantin d. Gr. vollendeten Hippodroms, des einzigen Ortes, an dem Volk und Herrscher zusammentrafen. Unter den Denkmälern, die das Hippodrom heute ausschmücken, ist, neben dem Obelisken Thutmosis' III., der Schlangensäule und dem gemauerten Obelisken, auch der von Kaiser Wilhelm II. gestiftete Deutsche Brunnen (Alman Cesmesi) beachtenswert. Anschließend Besichtigung der Sultan Ahmet Moschee. Abendessen im berühmten Kebabhaus Hamdi.

3. Tag: Istanbul - Stadt auf zwei Kontinenten
Heute erwartet uns eine geruhsame Bootsfahrt auf dem Bosporus - unter den beiden großen Hängebrücken hindurch vorbei an mehreren Palästen, Sommervillen, Holzhäusern sowie der Festung Rumeli Hisari und weiter nach Kadiköy, das einstige Chalkedon: Hier tagte das 4. Ökum. Konzil. Als Tagungsort diente im Jahr 451 die Kirche der hl. Euphemia, die auf dem Gipfel einer Anhöhe gegenüber Konstantinopel lag. Der Beschluss bekennt den einen Christus – wahrer Gott und wahrer Mensch in zwei Naturen. Besuch einer armenischen Kirche in Kadiköy und Fahrt durch den heute dicht bebauten Stadtteil, in dem die Konzilskirche stand. Danach geht’s mit der Fähre über das Marmarameer nach Iznik, Ortslage der antiken Konzilienstadt Nicäa: Hotelbezug für zwei Nächte.

4. Tag: Stadt der Konzilien: Nicäa
Iznik: Auf Luftaufnahmen entdeckten die Archäologen im Jahr 2014 im Iznik-See die Umrisse einer antiken Ruine. Es könnte sich um den Tagungsort des 1. Ökum. Konzils von Nicäa handeln, welcher bis dahin nie gefunden wurde. 318 Bischöfe des Römischen Reiches nahmen im Mai 325 an dem Konzil in Nicäa teil, um ein für alle Mal die Frage nach dem Wesen Jesu Christi zu beantworten. Das Konzil verurteilte die Lehre des alexandrinischen Presbyters Arius, die Jesus Christus dem Wesen nach als zwischen Gott und Mensch stehendes Geschöpf auffasste. Es formulierte die Wesensgleichheit von Sohn und Vater und verfasste ein erstes Glaubensbekenntnis (Nicaenum). Freie Zeit am Ufer des Iznik-Sees und je nach Möglichkeit kurze Bootsfahrt zur Ruine. Die Umrisse der dreischiffigen Basilika befinden sich etwa 20 Meter vom Ufer entfernt in etwa 1,5 bis 2 Wassertiefe. Weitere Besichtigungen in der geschichtsträchtigen Stadt Nicäa: Hagia Sophia, der Ort des 7. Ökum. Konzils im Jahr 787, Yesil Camii („Grüne Moschee“) und Ruinen des römischen Theaters.

5. Tag: Städte der Offenbarung: Pergamon
Fahrt nach Bergama, dem antiken Pergamon, Hauptstadt des Pergamenischen Reiches, das, um 280 v. Chr. von Philetairos gegründet, unter König Eumenes II. (197-160 v. Chr.) eines der mächtigsten Reiche Kleinasiens war. Wir besichtigen die Akropolis mit Resten der Königspaläste, Tempel und Bibliothek, hellenistisches Theater, Fundament des Zeus Altars, Rote Halle (von außen) und Kultbezirk des Heilgottes Asklepios. Hotelbezug für eine Nacht.

6. Tag: Städte der Offenbarung: Smyrna
Weiterfahrt nach Izmir, dem antiken Smyrna (Offb 2,8-11). Ihre Christen gehörten zu den sieben ersten Gemeinden Kleinasiens, die Johannes in der Offenbarung anschreibt und grüßt. Die römische Agora, die Burg von Kadifekale sowie den einheimischen Basar Kemeralti sehen wir uns an. Wir besuchen die Kirche des hl. Polykarp von Smyrna. Weiterfahrt nach Kusadasi: Hotelbezug für zwei Nächte.

7. Tag: Stadt des Konzils: Ephesus
Umfangreiche Besichtigung des hellenistisch-römischen Ephesus. Mit Agorai, öffentlichen Gebäuden, Celsus-Bibliothek, Marmor- und Kuretenstraße, Gymnasion; Theater, in dem sich die Silberschmiede gegen Paulus versammelt hatten (Apg 19). Besuch der Marienkirche, in der im Jahr 431 n.Chr. das 3. Ökum. Konzil stattfand. Die Stätte des einst als Weltwunder gefeierten Artemistempels befindet sich in unmittelbarer Nähe. Gang über den Ayasoluk-Hügel zur Johanneskirche.

8. Tag: Abschied und Heimreise
Heute heißt es Abschiednehmen von der Türkei. Transfer zum Flughafen von Izmir und Rückflug nach Deutschland.