Von Madrid durch die Extremadura nach Lissabon

SPANIEN - PORTUGAL

Studienreise

Unsere neue Reise führt Sie zunächst durch die bezaubernde Landschaft und in geschichtsträchtige Orte der Extremadura, einer seit jeher armen Region mit schwierigen Lebensgrundlagen – „extrem hart“ eben. Im Kloster Yuste verbrachte Kaiser Karl V. seinen Lebensabend, in Guadalupe verabschiedeten sich die Konquistadoren von ihrer Heimat, bevor sie in die neue Welt aufbrachen. Aus dem portugiesischen Alentejo kommt hervorragender Wein. Am Ende steht ein ausgiebiger Besuch Lissabons, eine weltoffene, trendige Metropole.

Auf einen Blick

  • Besuch einer Käserei und einer Weinkellerei mit Verkostung
  • Beeindruckende Städte der Extremadura und des Alentejo
  • Besuch einer Extremadura-Käserei mit Degustation
  • Illuminierte Nachtbesichtigung in Cáceres
  • Kleine Wanderungen (max. 1 Std.)
  • Zeit für eigene Unternehmungen

Reiseverlauf

1. Tag: Anreise und Ankommen
Flug nach Madrid, der Hauptstadt Spaniens. Stadtrundfahrt und Hotelbezug bei Madrid für eine Nacht.

2. Tag: Aufbruch in die Extremadura
Busfahrt entlang der südlichen Ausläufer der Sierra de Gredos in die Keramikstadt Talavera de la Reina: „Mudéjar“, also arabisch geprägte Kunst, sehen Sie an den Kirchen der Stadt. Die Fahrt führt weiter nach Yuste: Besuch des Hieronymus-Klosters, dem letzten Aufenthaltsort des Kaisers Karl V. Kleine Wanderung (ca. 1 Std.) durch lichte Eichenwälder am Fuße des Gredos-Gebirges zum malerischen Dorf Garganta la Olla. Hotelbezug für eine Nacht in Plasencia. (ca. 280 km)

3. Tag: Plasencia – einzigartiges Denkmalensemble
Der historische Stadtkern von Plasencia spiegelt den Umstand wider, dass die Stadt strategisch günstig direkt an der Silberstraße, der Ruta de la Plata, gelegen ist. Plasencia stand zunächst unter römischer und später unter maurischer Herrschaft, bis Alfons VIII. die Stadt im 12. Jahrhundert zurückeroberte und wiederbevölkerte. Mit dem 15. Jahrhundert zog der Adel der Region nach Plasencia, und es entwickelte sich die heutige Struktur der Stadt. Paläste, Herrenhäuser und bedeutende Sakralbauten bilden zusammen ein einzigartiges Denkmalensemble. Besichtigung der alten Kathedrale. Weiterfahrt auf landschaftlich schöner Strecke durch den Nationalpark Monfragüe nach Trujillo, Heimat der Konquistadoren Pizarro und Orellana: Hotelbezug für zwei Nächte. (ca. 95 km)

4. Tag: Das Kloster von Guadalupe
Guadalupe: Besichtigung der beeindruckenden Klosteranlage von Guadalupe, deren Besonderheit die Mudéjar-Elemente sind, geprägt von arabischen Künstlern. Vor der Virgen de Guadalupe baten alle Eroberer der neuen Welt um Segen für ihre Reisen. Bis heute ist sie die Schutzpatronin der Extremadura sowie der spanischsprachigen Welt. Zeit zur freien Verfügung z.B. für eine spirituelle Einkehr im Franziskanerkloster oder eine kurze Wanderung in der Umgebung. (ca. 150 km)

5. Tag: Städte der Eroberer: Trujillo und Cáceres
Rundgang durch die Gassen und Besuch der wichtigsten Monumente Trujillos: Santiago-Kirche, Santa María la Mayor, Pizarro-Haus und Spaziergang zur Burganlage mit wunderbarem Blick in die Weite der Umgebung. Danach Fahrt nach Cáceres, dessen Stadtbild von der Stadtmauer aus dem 12. Jh., mittelalterlichen Festungshäusern und Renaissancepalästen geprägt ist: Zeit zur freien Verfügung; Hotelbezug für zwei Nächte. (ca. 45 km)

6. Tag: „Balkon der Extremadura“
Ausflug in die Sierra de Montánchez zum Städtchen Montánchez, auch Balkon der Extremadura genannt. Kurzer Aufstieg auf das Burgplateau. Besuch an der mit rund 800 Jahren wohl eine der weltweit ältesten Steineichen. Weiter geht’s nach Malpartida de Cáceres: Besichtigung des vom deutschen Künstler der Fluxus-Bewegung Kurt Vostell eingerichteten Museums. Anschließend Spaziergang (ca. ½ Std.) um die Lagune Barrueco de Arriba, ein interessantes Feuchtbiotop. Besuch einer Extremadura-Käserei mit Degustation. Nach dem Abendessen illuminierte Nachtbesichtigung von Cáceres. (ca. 35 km)

7. Tag: Römer in Mérida und Fahrt nach Portugal
Die Fahrt führt auf der Silberstraße, der „Via de la Plata“, nach Mérida, zu römischen Zeiten als Rückzugsort für verdiente Soldaten gestaltet. Beeindruckend sind die bis heute wunderbar erhaltenen Bauwerke: die römische Brücke, Alcazaba, Trajansbogen, Basilica Santa Eulalia und als Höhepunkt das Theater und Amphitheater. Im Nationalmuseum für römische Kunst sind die wichtigsten Fundstücke der Region ausgestellt. Weiterfahrt gen Westen nach Portugal. Halt in Elvas, einer gemütlichen Kleinstadt mit weißgetünchten Häusern, bekannt aufgrund seiner komplett erhaltenen sternförmigen Befestigungsanlage. Hotelbezug für zwei Nächte in Évora. (ca. 250 km)

8. Tag: Évora und Umgebung
Évora ist ein attraktives Kleinod aus vorrömischer Zeit und berühmt als Weltkulturerbe der UNESCO: Zeit zur freien Verfügung. Évora ist auch ein Paradies für Feinschmecker und so sollte man es nicht missen, einige der berühmten Spezialitäten der Region Alentejo zu probieren, wie z.B. die „Sopa de Caçao“, eine Fischbrotsuppe mit Koriander. Am Nachmittag Besuch eines beeindruckenden Megalith-Steinkreises: Der Cromlech von Dos Almendres ist der bedeutendste Steinkreis der Iberischen Halbinsel und ca. 2.000 Jahre älter als das englische Stonehenge. Abschließend Besuch einer typischen Alentejo-Weinkellerei mit Verkostung. (ca. 35 km)

9. Tag: Einzigartiges Lissabon I
Fahrt in die portugiesische Hauptstadt Lissabon, die durch ihre einzigartige Lage an der Flussmündung des Tejo in den atlantischen Ozean beeindruckt: Nach einer Panorama-Stadtrundfahrt bummeln Sie durch die Gassen der Altstadt Alfama. Sie besichtigen die Sé Kathedrale, die als älteste Kirche der Stadt gehandelt wird und die gegenüber liegende Kirche des hl. Antonius. Innenbesichtigung des beeindruckenden Hieronymusklosters. Dieser Ort ist eng verbunden mit frühen portugiesischen Entdeckern, da Vasco da Gama hier seine letzte Nacht vor seiner abenteuerlichen Reise verbracht hat. Hotelbezug für zwei Nächte. (ca. 135 km)

10. Tag: Einzigartiges Lissabon II
Lissabon: Besuch im malerischen Stadtteil Belém am Nordufer des Tejo. Der Turm von Belém, das Wahrzeichen der Stadt, ist stark beeinflusst von nordafrikanischen Stilen mit maurischen Wachtürmen und dekorativen Zinnen. Weiter zum Entdeckerdenkmal Padrao Aos Descobrimentos, das zu Ehren Prinz Heinrich des Seefahrers erbaut wurde. Auf der Spitze dieses Denkmals gibt es eine Aussichtplattform, welche einen herrlichen Panorama-Blick über das Ufer und die goldene Hängebrücke bietet. Abschließend freie Zeit im ehemaligen Kloster Madre de Deus mit dem Azulejos-Museum.

11. Tag: Abschied und Heimreise
Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.