Der unbekannte Norden Zyperns

ZYPERN

Reisevorschlag für Ihre Gruppe

Eine neue Reise führt in den nördlichen, weitgehend noch unbekannten Teil der Insel Zypern! Wir begeben uns in traumhafte Landstriche und auf die Spuren einer turbulenten, einzigartigen und wechselvollen Geschichte. Dabei besuchen wir zahlreiche historische Stätten, u. a. Famagusta, das herrlich gelegene Kloster Bellapais, die in Nordzypern gelegene Altstadt von Nikosia, die Burg St. Hilarion und selbstverständlich die vielleicht beeindruckendste Ausgrabung Zyperns, das antike Salamis, in dessen Synagogen einst Paulus und Barnabas predigten (Apg. 13,5). Über viele Jahrhunderte prägten die unterschiedlichsten Völker diesen Landstrich.

Das ist auch heute noch so: Zwei verschiedene Kulturen auf engem Raum – das macht die Perle des Mittelmeers noch spannender und Zyperns besonderen Zauber aus. Natürlich werden wir dabei auch die aktuelle politische Situation im Spannungsfeld zwischen dem griechischen Südteil der Insel und dem "großen Bruder" auf dem türkischen Festland in den Blick nehmen und dabei fragen, welche Vorurteile und Probleme auf beiden Seiten der Insel bestehen, und bekommen Einsicht in die "Mächte und Interessen" die bis heute auf die Entwicklung Zyperns Einfluss nehmen.

Höhepunkte:
- Kloster des heil. Barnabas in Salamis
- Kreuzritterburg St. Hilarion
- Stadtbesichtigung Nikosia/Lefkosa
- Kastell von Kyrenia
- Naturschutzgebiet des Karpaz

Reisezeitraum: November 2016 bis Ende Oktober 2017
Hotel Pia Bella****, Girne (Kyrenia), ab € 930,-

Im Reisepreis enthalten (Auszug):
- Linienflüge nach Larnaka oder Ercan
- Standortreise incl. Flughafentransfers und Tagesausflügen incl. aller Eintritte
- qualifizierte deutschsprachige Reiseleitung
- Doppelzimmer mit Halbpension (Frühstück, Abendessen)
- 1 Freiplatz im EZ ab 15 Teilnehmern

Preisindikatoren für Gruppen ab 25 Personen

Gerne erstellen wir Ihnen ein maßgeschneidertes Reiseangebot nach Ihren Wünschen.

Für weitere Informationen steht Ihnen Frau Bergmann gerne zur Verfügung.

Frau
Sylvia Bergmann
Tel: 0711 - 619 25 54
e154

Hier können Sie das Programm dieser Nordzypern-Reise als pdf-Datei herunterladen (395 KB)

1. Tag: Aufbruch und Ankommen
Linienflug nach Ercan oder Larnaka (Aufpreis Transfer) im Südosten der Insel Zypern. Transfer nach Girne/Kyrenia: Hotelbezug für sieben Nächte.

2. Tag: Auf den Spuren von Paulus und Barnabas
Ausflug über die Mesaoria-Ebene an die Ostküste zu den Ausgrabungen der ältesten städtischen Siedlung Zyperns nach Enkomi/Alasia: Die zyklopenhafte Mauern der bronzezeitliche Siedlung aus dem 2. Jt. bezeugen die einstige Bedeutung der durch Kupferabbau reich gewordene Stadt. Anschließend besuchen wir das ehemalige, für die orthodoxen Christen der Insel außerordentlich bedeutsame Kloster des hl. Barnabas: Der hl. Barnabas, der mit dem Apostel Paulus das Evangelium auf der Insel predigte (Apg. 13,4), soll der Überlieferung nach im Jahr 477 dem damaligen Erzbischof Anthemios erschienen sein und ihm die Lage seines Grabes enthüllt haben. Das nahegelegene Salamis war in der Antike die größte Stadt auf Zypern: Die Apostelgeschichte berichtet, dass Paulus und Barnabas in den Synagogen von Salamis predigten (Apg. 13,5): Gang durch die weitläufige archäologische Stätte zu Theater, Gymnasium, Thermen und zur Epiphanias-Basilika. Danach Stadtrundgang durch das mittelalterliche Famagusta, die zu den besterhaltenen Militäranlagen aus der Renaissance zahlt. Innerhalb der imposanten Stadtmauern stehen zahlreiche gotische Kirchen aus dem 13. und 14. Jh. Die bedeutende Nikolaus-Kathedrale, einst als Krönungskirche gebaut, wurde in osmanischer Zeit zu einer Moschee umgewandelt.

3. Tag: Geteilte Hauptstadt
Ausflug zur grandiosen Kreuzritterburg St. Hilarion: Die Burg wurde auf einem 730 m hohen Felsen von den Byzantinern errichtet und von den fränkischen Lusignans weiter ausgebaut. Herrlicher Blick über die nördliche Küstenlandschaft und über die Hafenstadt Girne/Kyrenia. Weiterfahrt in die geteilte Hauptstadt der Insel, Nikosia/Lefkosa: Am Girne Tor beginnt die Stadtbesichtigung des türkischen Teils. Wir besuchen das Mevlevi-Museum, das Ordensmuseum des Sufi-Ordens: Der einstöckige, von sechs Kuppeln überwölbte Bau war bis Mitte der fünfziger Jahre des 20. Jhs. Heimstatt der "Tanzenden Derwische" in Zypern. Vorbei an der Venezianischen Säule erreichen Sie den Büyük Han, eine restaurierte, große Karawanserei, in der jetzt kleine Kunsthandwerksläden untergebracht sind. Weitere Zeugen aus der mittelalterlichen Epoche der Stadt sind der Bedesten, die frühere Nikolauskirche, und die ehemalige Sophien-Kathedrale, die heutige Selimiye-Moschee: Die Schönheit ihrer gotischen Architektur beeindruckt noch heute.

4. Tag: Brot und Käse
Eine weitere Kreuzritterburg, Kantara, befindet sich im Besparmak-Gebirge: Von hier schweift der Blick entlang der Küste, gen Norden bis hin zur Türkei, im Süden zum Golf von Famagusta und Richtung Osten zur Spitze der Halbinsel. Nach kurzer Fahrt ist das Dorf Büyükkonuk erreicht, hier erwartet uns eine leckere zyprische Stärkung und danach zeigen uns Dorffrauen wie der bekannte zyprische Käse Hellim zubereitet. Während die Frauen erzählen, wie aus ihrem Dorf ein Ökodorf wurde, backen und verzehren wir unser eigenes Holzofenbrot.

5. Tag: Besuch bei Maroniten
Heute fahren wir westwärts und besuchen im Dorf Kormakitis eine maronitische Gemeinde: Diese Christen aus dem Libanon siedeln seit den 12. Jh. im Nordwesten Zypern; die Dorfkirche ist dem hl. Georg geweiht. Anschließend geht's durch Zitrusplantagen zu einem Obstbauern, der uns über Anbau und Ernte der Zitrusfrüchte erzählt. Hier nutzen wir die Gelegenheit, einen frischgepressten Orangen- oder Granatapfelsaft zu genießen. Die Kirche von Güzelyurt/Morphou ist dem hl. Mamas geweiht und ist heute ein Ikonenmuseum. Der hl. Mamas gilt kurioserweise als der Beschützer der Steuerflüchtigen und seine Kirche ist dementsprechend gut besucht…. In den Ausläufern des Troodos-Gebirges stehen in aussichtsreicher Lage die Ruinen des Palastes von Vouni: Der weitgehend rätselhafte Bau aus dem 5. Jh. v. Chr. ist möglicherweise der einzige archäologische Zeuge aus der persischen Zeit Zyperns.

6. Tag: Burgen, Wald und Klöster
Zu Fuß geht es zunächst zum Kastell von Kyrenia, das zuletzt im 16. Jh. von den Venezianern verstärkt wurde: Im Inneren wird ein 2.300 Jahre altes Handelsschiff samt seiner Fracht ausgestellt, ein imposantes Beispiel antiken, maritimen Handwerks. Heute haben wir einen Wanderausflug vorgesehen. Danach Fahrt hinauf in den Alevkaya-Wald. Hier unternehmen wir eine leichte Wanderung (5 km, ca. 1,5 Std) vorbei an Aleppokiefern, Zistrosen Sträucher, Stecheiche, Dorniger Ginster, Terpentinpistazien, Erdbeerbaum, Myrte und Lorbeerbaum zum versteckt gelegenen Kloster Antiphonitis. Die aus dem 12. Jh. stammende Klosterkirche ist die einzige auf Zypern erhaltene byzantinische Kuppelkirche des Acht-Stützen-Typus. Raumeindruck und Bildprogramm sind überwältigend. Fahrt ins Dorf Bellapais zur Besichtigung der gleichnamigen, berühmten Prämonstratenser-Abtei, die "Abtei des Friedens", die hoch auf einem Felsvorsprung thront. Das Bauwerk gilt als Meisterwerk gotischer Kunst. Danach Rückfahrt zum Hotel.

Fakultativ buchbar: Abendessen im Restaurant in Bellapais.

7. Tag: Die Karpaz-Halbinsel
Ausflug entlang der Nordküste zum Naturschutzgebiet des Karpaz. Weite Dünenlandschaften und kilometerlange, noch unverdauter Strände gehören zum Naturschutzgebiet des Karpaz. "Vierbeinige Wegelagerer", die berühmten zyprischen Wildesel, beobachten die Besucher vom Straßenrand oder stehen – bereit für das Foto – abwartend in kleinen Herden in den Feldern oder unter Wacholderbüschen. Unterwegs halten wir an einer Ölmühle und tauchen ein in die Geschichte der Olive, eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheitsgeschichte. Die Fußbodenmosaike der Ay. Trias-Kirche (6. Jh.) sind beeindruckende Zeugnisse spätantiker Handwerkskunst. An der östlichen Spitze befindet sich das Andreas-Kloster, ein bedeutender Wallfahrtsort der orthodoxen Zyprer.

8. Tag: Abschied und Heimreise
Fahrt zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.