Auf den Spuren des Stauferkaisers

ITALIEN: APULIEN

Studienreise

Ob der spröden Landschaft Süditaliens ist eine Begegnung mit Apulien selten „Liebe auf den ersten Blick". Auf den zweiten Blick kann der Südwesten Italiens aber sehr wohl begeistern. Denn es gibt in Apulien wahre Schätze zu entdecken! Die wichtigsten Prägungen erfuhr das Gebiet durch die normannische Eroberung und die Stauferherrschaft. Aber nicht nur der Stauferkaiser Friedrich II., der mit dem Castel del Monte („Krone Apuliens") einen einzigartigen Symbolbau errichten ließ, fühlte sich angezogen von der eher kargen Berglandschaft Süditaliens. Griechische Kolonisation und römische Besiedelung hatten zuvor der Region ebenso ihren Stempel aufgedrückt wie später der anregende Einfluss aus Byzanz, der sich in den Kirchenbauten des Mittelalters widerspiegelt.

Akzente

  • Die bedeutendsten Kulturschätze Apuliens in einer Reise
  • Auf den Spuren des Stauferkaisers Friedrich II.
  • Besuch am Grab des hl. Nikolaus
  • Besuch bei einem Olivenölproduzenten mit Verkostung
  • Mittagessen auf einem typischen Landgut (Agriturismo)

Reiseverlauf

1. Tag: Aufbruch und Ankommen
Linienflug nach Bari. Landschaftlich eindrucksvolle Fahrt am Golf von Manfredonia entlang zur Halbinsel Gargano nach Monte Sant' Angelo, einem uralten Kultplatz, an dem seit dem 5. Jh. der Erzengel Michael verehrt wird: Hotelbezug für zwei Nächte.

2. Tag: Alte und neue Pilgerstätten
Monte Sant' Angelo: Besuch der dem Erzengel Michael geweihten Grottenkirche San Michele, wo nach örtlicher Überlieferung der Erzengel Michael erschienen sein soll; Fassade der Pfarrkirche San Pietro mit dem mittelalterlichen Baptisterium, auch "Rotari-Grab" genannt. Auf der Küstenstraße Fahrt entlang der bezaubernden Gargano-Halbinsel bis zum kleinen Hafenstädtchen Vieste. Danach Besuch im Wallfahrtsort San Giovanni Rotondo: Zahlreiche Gläubige aus aller Welt pilgern zur Krypta der Kirche Santa Maria delle Grazie, um am Grabmal des heiliggesprochenen Padre Pio zu beten. 2004 wurde die große Wallfahrtsbasilika San Pio da Pietrelcina fertiggestellt.

3. Tag: Wegmarken des Stauferkaisers
Möglichkeit zum Gottesdienstbesuch im Grottenheiligtum San Michele. In Barletta sehen wir die Büste Friedrichs II. im Stauferkastell und eine Bronzestatue eines römischen Kaisers neben der Kirche S. Sepolcro im burgundisch-gotischen Stil. Trani ist eine staufische Architekturvision mit Kastell und Kathedrale in schöner Lage über dem Meer; Bronzeportal des Barisano da Trani; Rundgang in der Altstadt. Hotelbezug in Giovinazzo für drei Nächte.

4. Tag: Symbole der Macht
Ausflug nach Ruvo di Puglia: Besichtigung der Kathedrale aus dem 12./13. Jahrhundert und Besuch im Museum Jatta mit einer schönen Sammlung griechischer Vasen. Mittagessen auf einem typischen Landgut (Agriturismo). Weiter geht's zum berühmten, 1240-1250 für Friedrich II. errichteten Castel del Monte: Besichtigung und Ausblick über die Hochebene der Murge.

5. Tag: Zum Grab des hl. Nikolaus
Ausflug nach Bitonto: Kathedrale mit reliefgeschmücktem Löwenportal. In Bari Rundgang durch die verwinkelte Altstadt zur Kathedrale und zur Grabeskirche des hl. Nikolaus, des Bischofs von Myra, dessen Reliquien im 11. Jh. von Seefahrern aus Bari erbeutet worden sind; Stauferburg.

6. Tag: Wohnen und Beten im Berg
Fahrt nach Altamura: Besichtigung der Kathedrale, die auf Wunsch von Friedrich II. erbaut wurde. Weiterfahrt nach Matera, eine der ältesten und ungewöhnlichsten Städte Italiens: Gang durch den zum Teil in den Fels gehauenen Ort mit seinen verlassenen Höhlenwohnungen; Besichtigung einer Höhlenkirche. Hotelbezug in Lecce für zwei Nächte.

7. Tag: Das „Florenz des Südens"
Die Provinzhauptstadt Lecce ist für ihre ausgeprägte Barockarchitektur bekannt: Die Basilika Santa Croce mit ihrer üppig verzierten Fassade ist ein Paradebeispiel für schwelgerischen Barockschmuck. Spaziergang durch die Altstadt zur Piazza del Duomo, ein Ensemble barocker Bauten in goldgelbem Tuffstein. Am Nachmittag Fahrt nach Santa Maria di Leuca, zum "Finibus Terrae", dem Ende der Welt, wo Adriatisches und Ionisches Meer zusammentreffen. Von hier aus soll Petrus die Missionierung Italiens begonnen haben; spätbarocke Basilika. Auf dem Rückweg kurzer Halt in Otranto: Dom mit Krypta und einzigartigem Mosaikfußboden.

8. Tag: Endpunkt der Via Appia
Auf dem Weg nach Brindisi Besichtigung der romanischen Kirche SS. Nicola e Cataldo. Brindisi: bedeutende Stadt aus römischer Zeit am Endpunkt der Via Appia: Tempio di San Giovanni al Sepolcro, der architektonisch bedeutsame runde Tempel (11./12. Jh.) - ursprünglich dem hl. Grab in Jerusalem geweiht - gehört zu den größten Meisterwerken der Baukunst. Besuch an der Promenade und auf dem malerischen Domplatz. Bei Cisternino Besuch bei einem Olivenölproduzenten mit Verkostung. Hotelbezug am Meer in Selva di Fasano für zwei Nächte.

9. Tag: Trulli und Tropfsteine
Fahrt zur berühmten Castellana-Grotte, deren Caverna Bianca als die schönste der Welt gilt. Fahrt durch herrliche Olivenhaine zu den für die Murge typischen Trulli in Alberobello, der unangefochtenen Königin des Trulli-Landes: Runde, weiß getünchte, mörtellose Steinhäuser (Trulli) mit kegelförmigen grauen Schindeldächern und magischen Symbolen sind die Wahrzeichen der fruchtbaren Valle d'Itria. Spaziergang durch die malerischen Viertel Ais Piccola und Monti, die zu UNESCO-Weltkulturerbestätten erklärt wurden.

10. Tag: Abschied und Heimreise
Fahrt zum Flughafen Bari: Rückflug nach Deutschland.