Romanik am Harz

Deutschland

Studienreise

Diese Standortreise führt zu kunst-, kultur- und naturgeschichtlich herausragenden Stätten in der Harz-Region. Weil sich im Harz und seinem Umland die bedeutendsten Denkmäler romanischer Baukunst Mitteldeutschlands befinden, wird diese Region oft als „romanische Kunstlandschaft“ bezeichnet. Unsere Reise zeigt u.a. die bedeutendsten Kirchenbauten am Harz mit ihren wertvollen Schätzen und erklärt deren geschichtliche, kunsthistorische und religiöse Bedeutung. Dabei haben wir ganz bewusst auf ein lockeres Programm geachtet.

Auf einen Blick

  • Bedeutende kulturelle Glanzpunkte in der Harz-Region
  • Brennereibesuch mit Verkostung
  • Auffahrt mit der Brockenbahn zum Gipfelplateau
  • Geruhsame Standortreise - lockeres Programm

Reiseverlauf

1. Tag: Welterbestadt Goslar
Individuelle Anreise nach Goslar bis 13.30 Uhr. Stadtrundgang durch Goslar, das im Mittelalter als „Nordisches Rom" bekannt und ein Zentrum des Glaubens mit 47 Kirchen, Klöstern und Kapellen war. Fünf große Pfarrkirchen sind noch heute in der Altstadt erhalten und prägen auf beeindruckende Weise das Goslarer Stadtbild; Besichtigung der Kaiserpfalz. Bezug des Hotels für fünf Nächte.

2. Tag: Mittelalterliche Schätze und Welterbestadt Quedlinburg
Ausflug nach Halberstadt: Besichtigung des gotischen Domes und seiner Schatzkammer, die mit ihren kostbaren Textilien und Reliquiaren zu den bedeutendsten Kirchenschätzen der Welt zählt. Gang zur viertürmigen Liebfrauenkirche mit herrlichen spätromanischen Stuckreliefs an den Chorschranken. Danach Fahrt nach Quedlinburg: Besichtigung des alten Stadtkerns (Weltkulturerbestätte) mit dem ältesten Ständerbau und dem Geburtshaus Klopstocks; Führung durch die romanische Stiftskirche mit ihrem niedersächsischen Stützenwechsel und der Grablege von Heinrich I. und seiner Gemahlin Mathilde in der Hallenkrypta. Weiter geht es zur Teufelsmauer, einer für seine Legenden bekannten ungewöhnlichen Felsformation. (ca. 145 km)

3. Tag
Ausflug nach Walkenried. Begeben Sie sich auf eine Zeitreise ins Mittelalter und lernen Sie das Leben und Schaffen der Zisterzienser-Mönche kennen. „Ora et labora“: Bete und arbeite, das war das zisterziensische Ideal von Beginn an. Weiterfahrt nach Herzberg: Ein Kleinod der Fachwerkarchitektur ist Schloss Herzberg. Seit Heinrich dem Löwen, der die ehemalige Reichsburg von Barbarossa gegen schwäbische Besitzungen eintauschte, blieb die Anlage über 700 Jahre in braunschweigischem Besitz. Rückfahrt nach Goslar und Besichtigung des Klusfelsens, der bereits in der Zeit des Neolithikums eine bedeutende Kultstätte war. Hier findet sich auch eine Marienkapelle mit Gebetsraum in einer Felsengrotte. (ca. 90 km)

4. Tag: Mittelalterliche Städte
Ausflug nach Osterwieck mit rund 400 denkmalgeschützten Fachwerkhäusern. An über 40 Häusern weisen ab 1533 geschnitzte Hausinschriften mit protestantischen Devisen und Bibelzitaten auf die Einführung der Reformation hin. Gang durch die Fachwerkstadt mit ausgesuchten „sprechenden Häusern" zur Stephani-Kirche mit seinem romanischen Westwerk. Weiter geht’s zur idyllischen Hopfen- und Fachwerkstadt Hornburg: Das Heimatmuseum gewährt einen besonderen Einblick in die Stadt- und Burggeschichte und in das Leben des in Hornburg geborenen Papstes Clemens II. Zu bewundern ist u.a. das Faksimile des Evangeliars Heinrichs des Löwen, das teuerste Buch der Welt. Zuletzt führt uns der Tag nach Wöltingerode: Das Kloster wurde 1174 als Benediktinerkloster gegründet und bestand bis 1188, wurde dann aber von Zisterzienserinnen weitergeführt. In dieser Zeit wurde der Grundstein für das Kloster gelegt, dessen Ausmaße noch heute vorzufinden sind. Besichtigung der über 330 Jahre alten Brennerei mit Verkostung. (ca. 80 km)

5. Tag: Der Brocken und die bunte Stadt
Der Vormittag gehört Wernigerode, der „bunten Stadt am Harz“: Gang durch die historische Altstadt bis zum Markt mit eindrucksvollem Fachwerk-Rathaus. Weiter geht es mit der „Bimmelbahn“ hinauf zum Schloss, das seine jetzige Gestalt im ausgehenden 19. Jahrhundert erhielt und zu einem Leitbau des norddeutschen Historismus wurde. Führung in ausgesuchten Räumen des Schlosses. Ausflug in den Nationalpark Harz und Auffahrt mit der Brockenbahn zum Gipfelplateau des sagenumwobenen Berges. Dort können Sie auf einem bequemen Rundweg die Landschaft erkunden, sich im Brockenhaus über den 1.141 Meter hohen Berg informieren oder einfach nur den Ausblick genießen. (ca. 85 km)

6. Tag: Bergbaustadt im Harz und Heimreise
Fahrt nach Clausthal-Zellerfeld: Besichtigung der größten deutschen Holzkirche. Anschließend Erläuterung der berühmten Fahrkunst, die es den Harzer Bergleuten ermöglichte, über lange Zeit die tiefsten Bergwerke der Welt zu bauen. Abschließend Besichtigung der Stabkirche in Hahnenklee, die nach Vorbild der wesentlich älteren Stabkirchen Norwegens gebaut wurde. Individuelle Heimreise. (ca. 40 km)